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Raucherkrankheiten – Typische Rauchererkrankungen im Blick

Veröffentlicht von in Raucherentwöhnung am November 22, 2012 | Bisher keine Kommentare

Raucherkrankheiten

Rauchen ist für viele Menschen ein Gefühl von Entspannung. Jeder Zug bedeutet für die Psyche eine Belohnung. Eine Belohnung für einen stressigen Arbeitstag oder für geschaffte Aufgaben. Besonders bestimmte Situationen, wie nach dem Aufstehen oder nach dem Essen, sind zwangsläufig mit einer Zigarette verbunden.

Das Aufhören mit dem Rauchen ist aufgrund der Nikotinsucht schwer. Die Kehrseite, nämlich das Auftreten von Raucherkrankheiten, die lebensgefährlich sein können, halten die meisten Raucher nicht vom Genuss der Zigarette ab.

Erhöhtes Krebsrisiko

Der Qualm einer Zigarette erhöht das Risiko einer Krebserkrankung. Denn der Rauch einer Zigarette enthält nicht nur Nikotin, Teer und Kohlenmonoxid. Etwa vierzig weitere Stoffe, die beim Abbrennen einer Zigarette entstehen, begünstigen die Entstehung von Krebs.

Häufig wird Lungenkrebs als die häufigste Krebsart bei Rauchern genannt. Allerdings ist das nur die halbe Wahrheit. Denn im Grunde genommen sind alle Körperpartien, die dem Zigarettenrauch ausgesetzt sind, krebsgefährdet. Dazu gehören beispielsweise auch:

  • Mundhöhle
  • Speise- und Luftröhre
  • Rache
  • Kehlkopf
  • Zunge

Vor allem der Kehlkopf ist sehr viel öfter von Krebs befallen, als die Lunge. Zwar ist der Ausgang weniger oft tödlich, dennoch schränkt die Erkrankung, die oft mit einer Entnahme des Kehlkopfes verbunden ist, die Lebensqualität erheblich ein. Pro Jahr sterben rund 70.000 Raucher in Deutschland an Krebs.

Rauchen als Verursacher von Herzinfarkten und Schlaganfällen

Wussten Sie, dass…
…jedes Jahr rund 120.000 Menschen an den Folgen des Tabakkonsums sterben?

Da Rauchen die Gefäße verengt, erleiden viele Raucher Herzinfarkte oder Schlaganfälle. Die Gefäßverkalkung, die mit zunehmendem Rauchen oder langjährigem Rauchen schlimmer wird, führt dazu, dass sich die Gefäße langsam verschließen. Durch diese Verengung ist das Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko erhöht. Während sich bei einem Herzinfarkt die Herzgefäße verschließen, sind bei einem Schlaganfall die Hirngefäße beschädigt oder gänzlich verschlossen.

Die Unterversorgung des Herzens oder des Gehirnes führt dann im schlimmsten Fall zum Tode. Besonders Raucher, die einen Herzinfarkt überleben, sind stark gefährdet, einen weiteren Infarkt zu erleiden. So sterben rund 12 Prozent der Überlebenden eines Herzinfarkts innerhalb eines Jahres an einem weiteren.

Leidet der Raucher zusätzlich noch unter weiteren Risikofaktoren, wie beispielsweise

  • Chronischem Bluthochdruck
  • Stress
  • Übergewicht

ist das Risiko eines Infarkts oder Schlaganfalls zusätzlich stark erhöht.

Die Gefäßverkalkung hat zusätzlich eine weitere typische Raucherkrankheit zur Folge: das Raucherbein. Hier führt ein Gefäßverschluss der Beinarterien zum Absterben von Zehen, Füßen oder dem ganzen Bein.

Der Gefäßverschluss ist oft mit starken Schmerzen verbunden, die den Betroffenen immer wieder zum Stehen bleiben drängen. Meist ist dann eine Amputation der betroffenen Körperteile erforderlich.

Raucherhusten als ernst zunehmende Raucherkrankheit

Zwar wird die Raucherhusten von vielen Rauchern auf die leichte Schulter genommen, dennoch ist sie eine schwere Erkrankung, die ebenfalls zum Tode führen kann. Der typische Raucherhusten entsteht über einen längeren Zeitraum. Schleimiger Auswurf, Husten und Atemnot sind die Symptome der Krankheit. Der Krankheitsverlauf ist anfangs noch weniger beunruhigend, da der Raucher erst nur den Auswurf, der vor allem morgens auftritt, bemerkt.

Achtung!

Erst nach vielen Jahren Rauchfreiheit ist das Risiko eines Herzinfarkt oder eines Schlaganfalls wieder auf dem Niveau eines Nichtrauchers.

Später jedoch ist die Lunge so verschleimt, dass es zur Atemnot kommt und der Patient nicht mehr genügend frische Luft einatmen kann bzw. verbrauchte Luft ausatmen kann. Nur mit einem sofortigen Rauchstopp und Sport kann die Krankheit aufgehalten werden. Eine Raucherlunge komplett kurieren ist jedoch nicht möglich.

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Über den Autoren

Soziale Netzwerke, redaktioneller Content und Community Management – drei Bereiche, in denen sich Keyvan Haghighat Mehr schon immer zuhause gefühlt hat. Das Interesse hierfür war auch der Startschuss für seine journalistische Ausbildung und seinen beruflichen Werdegang. Seit 2009 ist er nun als freiberuflicher Texter und Social Media Berater tätig und unterstützt Hilfesuchende dabei, das Potenzial des World Wide Webs zu erkennen und zu nutzen. Mehr bei Google+.

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