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Gefahren und Risiken der E-Zigarette – Tatsachen und Fakten

Veröffentlicht von in Studien am September 24, 2013 | 3 Kommentare

e-Zigarette Gefahren Risiken

Wenn es um die E-Zigarette geht, bekommt der Verbraucher immer wieder Aussagen zu hören, die wir einmal etwas näher betrachten wollen. Dazu müssen wir aber erst einmal unterscheiden, denn es gibt

Die Aussagen der E-Zigaretten-Gegner, die natürlich immer ins Negative gehen. Leider oftmals völlig überzogen, werden in diesen Aussagen meist „Gummiwörter“ und „Gummiphrasen“ genutzt. Beispiele für solche Wörter und Phrasen im Zusammenhang mit der elektrischen Zigarette sind

  • „es ist möglich“ oder auch „möglicherweise“
  • „es ist nicht auszuschließen“
  • „es könnte sein“

Die Aussagen der Dampfer und Befürworter der Elektro-Zigarette. Leider gibt es hier viele „Verharmlosungen“ wenn es um das Dampfen von Liquid geht und oft wird auch ein unfairer Vergleich mit der Tabakzigarette gezogen: ein Vergleich, den die Tabakzigarette natürlich niemals für sich entscheiden würde.

Achtung!

Wir sprechen hier über die Gefahren und Risiken der EZigarette und nicht die der Tabakzigarette. Daher werden wir auf einen direkten Vergleich verzichten. Dass die Tabakzigarette aus unerklärlichen Gründen weiter frei verkauft werden darf und die Dampfzigarette bald wohl nicht mehr, steht auf einem anderen Blatt und hat mit den Gefahren und Risiken, die von der E-Zigarette tatsächlich ausgehen nichts zu tun!

Es geht bei der elektronischen Zigarette aber nicht um die Tabakzigarette. Das ist etwas was viele Dampfer immer wieder vergessen. Es geht um ein eigenständiges Produkt, welches eine eigene Beurteilung, der Gefahren und Risiken, nicht nur verdient, sondern auch haben muss, um sich am Ende hoffentlich wirklich durchzusetzen.

Alle Vergleiche mit der Tabakzigarette hinken nämlich ein wenig: Es wurde auch niemand einen Spaziergang mit einer Flugreise vergleichen, nur weil es beides Wege der Fortbewegung sind. Die Gefahren und Risiken sind daher auf jedes Produkt einzeln anzuwenden.

Welche Gefahren und Risiken lauern tatsächlich in der E-Zigarette?

Nikotin

Die Hauptgefahr für unsere Gesundheit liegt im Nikotin, welches in einigen Liquids enthalten ist. Das Problem ist in diesem Fall aber nicht die Schädlichkeit des Nikotins für unseren Körper selbst, sondern die Tatsache, das Nikotin ist Stoff ist, der eine Abhängigkeit verursacht und uns so weitaus öfter zur elektrischen Zigarette greifen lässt.

Während eine physische Abhängigkeit nach einigen Wochen oder Monaten zurückgeht, kann die psychische Abhängigkeit vom Nikotin über Jahre bestehen bleiben.

„So erhöhen geringe Mengen von Nikotin – wie sie beim Rauchen aufgenommen werden – den Blutdruck und die Herzschlagfrequenz, hohe Dosen hingegen senken den Blutdruck ab und verlangsamen den Herzschlag.“

„Die schweren, oftmals tödlich endenden gesundheitlichen Schäden, die Rauchen verursachen kann, wie Krebs, Herzinfarkt, Schlaganfall, chronisch obstruktive Lungenerkrankungen (COPD) entstehen nicht durch Nikotin (bei der Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen spielt es lediglich eine untergeordnete Rolle), sondern durch die Vielzahl der giftigen und krebserzeugenden Substanzen im Tabakrauch.“

(Quelle: Deutsches Krebsforschungszentrum, Heidelberg)

Eine Nikotinvergiftung durch das Dampfen von nikotinhaltigen Liquids ist nicht möglich, da Nikotin hierzu zu schnell in unserem Körper abgebaut wird. Letal wäre für einen gesunden Erwachsenen 50 mg reines Nikotin, welches oral oder intravenös aufgenommen werden müsste.

Die Internationale Agentur für Krebsforschung, eine Einrichtung der WHO (Weltgesundheitsorganisation) stuft Nikotin nicht als karzinogen (krebserregend) ein.

1,2-Propandiol (Propylenglycol)

Ein über Jahre getesteter und in vielen Produkten des täglichen Bedarfs (Zahnpasta, Deos, Hautcremes) vorkommender Stoff. Propylenglycol kann beim Inhalieren (Nebelmaschinen in der Diskothek) zu Reizungen der Augen und des Rachens führen. Langzeitstudien über die Wirkung beim Verdampfen und Inhalieren über eine eZigarette stehen noch aus.

(Quelle: G. Wieslander, Experimental exposure to propylene glycol)

Glycerin

Ein Stoff, der wie das 1,2-Propandiol seit Jahrzehnten als Feuchthaltemittel zum Beispiel in Lebensmitteln eingesetzt wird. Bei Inhalieren sind Reizungen der Nasenschleimhäute und Nasenbluten möglich.

(Quelle: Bundesinstitut für Risikobewertung)

Aromen

Wir sprechen hier von nichts anderem als die in sehr vielen Lebensmitteln vorkommenden Lebensmittel-Aromen, die wir Tag für Tag zu uns nehmen. Langzeitstudien zur Auswirkung des Inhalierens von Aromen stehen noch aus. Hier sollte der Dampfer auf Aromen aus geprüfter und überwachter Herstellung zurückgreifen.

Was ist sonst noch „gefährlich“ an der E-Zigarette?

Wenn es um die elektrische Zigarette geht, müssen wir natürlich auch das Produkt, die E-Zigarette einmal selbst betrachten. Explodierende Akkus sind nur theoretisch möglich und ein Fall, über den die Medien eine Zeit lang berichtet haben, hat sich bis heute nicht bestätigt.

Dauerhafter Hautkontakt mit dem nikotinhaltigem Liquid ist natürlich ein Risiko, welches mit dem Waschen der betroffenen Stelle aber aus der Welt geschafft werden kann.

Dass die E-Zigarrette als Einstiegsdroge missbraucht werden kann bzw. zum Einstieg in die Sucht „verhilft“, entsteigt der Fantasie der E-Zigaretten Gegner. Niemand würde ebenso einen Schokoriegel als Einstieg zu einer Fettsucht ansehen.

Tipp
Natürlich ist ein direkter Vergleich der elektrischen Zigarette mit einer Tabakzigarette gut anzuschauen und rückt die eZig in ein gutes Licht. Es sind so viele Giftstoffe sind im Tabak enthalten, dass wir uns alle und vor allem unsere Politiker fragen sollten: Warum wird die E-Zigarette verboten, die Tabakzigarette aber nicht? Denn wirklich „tödlich“ ist an der elektronischen Zigarette nur die Tatsache, dass ihr jetzt ein Verbot droht und wir Dampfer vielleicht wieder auf Tabakprodukte ausweichen!

Selbstverständlich sollte das Liquid, ob mit oder ohne Nikotin sicher vor Kindern aufbewahrt werden. Auch wenn es schier unmöglich erscheint, dass jemand eine solch übel schmeckende Flüssigkeit freiwillig trinkt, ist hier natürlich eine gewisse Vorsicht angeraten.

Zu guter Letzt können wir uns einen Vergleich mit der Tabakzigarette nun doch nicht ganz verkneifen: Wenn sie die Wahl haben zwischen einer eZigarette, die so gut wie risikolos daherkommt und bis heute kein Todesopfer gefordert hat und einer Tabakzigarette, die jedes Jahr weltweit rund 5,4 Millionen Todesopfer (laut WHO) fordert – wie würden Sie sich entscheiden?

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Über den Autoren

Alexander Rus ist seit 3 Jahren erfolgreich selbstständig im Bereich Online-Marketing. Schon immer hatten es ihm das Internet und die Verdienstmöglichkeiten dort angetan. Er beschäftigt sich im Moment hauptsächlich mit Suchmaschinenoptimierung, Social-Media und Konversionsoptimierung. Seit Anfang 2011 ist er E-Raucher und dampft mittlerweile nur noch nikotinfrei. Mehr bei Google+.

Kommentare (3)

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  1. Wolf Luger sagt:

    Ich bin jetzt fast 60 Jahre alt, habe seit meinem 15. Lebensjahr Zigaretten und bis vor 3 Jahren, Pfeife geraucht.
    Dann kam die E-Zigarette.
    Welch ein Fortschritt: Ich brauche nur noch ca. 25 Cent am Tag, die Wohnung stinkt nicht mehr, meine weiße Wäsche hat keine gelben Knicke mehr, mein Geruchs- und Geschmackssinn hat sich deutlich verbessert und ich kann, wenn keiner hinguckt, sogar im Flugzeug paffen. Sehr entspannend bei langen Flugreisen.

    Und jetzt muß ich zum Lungenfacharzt.
    In diesen 3 Jahren haben sich meine oberen Atemwege dermaßen verengt, daß mir sogar nach 3 Etagen Treppensteigen die Zunge aus dem Hals hängt wie ein Schlips.
    Temporäres Herzrasen (Vorhofflimmern) und zeitweilig auftretende Herzrythmusstörungen zwingen mich zur regelmäßigen Einnahme von Medikamenten.

    Ich behaupte hiermit NICHT, daß dafür in erster Linie die Liquids verantwortlich sind. Aber ihren Teil haben sie definitiv dazu beigetragen.

    Ich laß´es jetzt ganz. Zum Abgewöhnen taugen E-Zigaretten ohnehin nicht.

  2. Andreas W sagt:

    Kleine Vorgeschichte: Bin 51 Jahre und habe seit meinem 12 Lebensjahr täglich 2 Packungen(40 Pyro)geraucht. Seit der schrecklichen Diagnose COPD und fortschreitenden Lungenemphysmen habe ich den Konsum massiv eingeschränkt(ca. 7-10 Zigarette). Habe auch etliche misslungene Versuche ganz aufzuhören hinter mir. Habe mir auch eine CleverSmoke E-Kippe gekauft, auch gescheitert. Die Krankheit schritt massiv voran. Durch Bekannte kam ich dann auf die Idee es mit einer Joyetech eGo CC zu probieren. Habe von einen Tag auf den anderen das Rauchen von Tabakzigaretten aufgegeben und zu dampfen begonnen. Bekam wesentlich mehr Luft, habe wieder einen Geschmackssinn und meine Haut wurde zusehende schöner. Hatte von Anfang an keine Entzugserscheinungen weder körperlich noch psychisch. Nutze zur Zeit VPG Liquid mit 6mg und möchte dies in ca. 2 Monaten auf 3mg heruntermischen. Bisher konnte der Lungenfacharzt keine Verschlechterung der Atemwege erkennen, sollten sie sich aber eine Veränderung einstellen, stelle ich mein Liquid auf nur VG um. Wenn alles so bleibt, freuts mich. Weil ich dann stabiler Nichtraucher bin und wenn ich Nikotin auch auf 0mg herunten habe. Dann ist es 1Millionfach bewiesen das man mit einer echten E-Zigarette zum absoluten Zero-Nikotin-Nichtraucher werden kann und das alle Anti-E-Zigaretten Studien nur ein reines Placebo sind.

  3. Sorry, lieber Autor, tut mir leid, aber das mit der psychischen Abhängigkeit vom Nikotin ist einfach nicht die Wahrheit. Niemand ist psychisch vom Nikotin abhängig – zu keiner Zeit.
    Es gibt ganz klar eine psychische Abhängigkeit vom Rauchen und dem ganzen Brimborium drum herum. Der Nikotinentzug ist immer physisch und nach wenigen Tagen meist unmerklich vorbei. Nur die Psyche hinkt mit ihrem ritualisierten Verhalten und den eingebildeten Vorteilen hinterher.

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